Das Korrekturlesen

Korrektorat in der Schweiz
-:) Korrektorat in der Schweiz


Unter Korrekturlesen ist zu verstehen, dass ein Text auf seine sachliche Richtigkeit hin überprüft wird, wobei die Sprache natürlich die Hauptrolle spielt.

Denn der Korrektor überprüft in erster Linie die sprachliche Seite eines Textes sowie die Formatierungen, für die inhaltliche Richtigkeit ist er nicht zuständig.

Dabei ist die Aufgabe des Korrektors aber sehr vielseitig.

Er kontrolliert und korrigiert zum Beispiel die Rechtschreibung eines Textes.

Hinzu kommt, dass er die Grammatik durchsieht, sowie die Interpunktion einer Korrektur unterzieht. Die aktuellen Regeln der Rechtschreibung sind dafür maßgeblich.


Hier ist allerdings zu beachten, dass einige Wörter in der Schweiz nicht der Reform der deutschen Rechtschreibung unterzogen wurden.

Das bedeutet, dass diese Wörter in einem Schreiben, dass an ein Schweizer Unternehmen geschickt wird, durchaus richtig sind.

Handelt es sich aber um einen Brief, der an ein in Deutschland ansässiges Unternehmen gesandt wird, sind diese Wörter falsch. Den Unterschied muss ein Korrektorat in der Schweiz kennen und die Schreiben in der richtigen Form anpassen.



In Bezug auf die Formatierung kontrolliert der Korrektor unter anderem die Vorgaben, die von Zeitungen, Zeitschriften oder Verlagen für eine Veröffentlichung vorgegeben wurden und passt sie entsprechend im Text an.

Er sieht auch Inhalts- und Quellenverzeichnisse durch, denn gerade hier schleichen sich rasch Fehler ein.

Überschriften und Unterüberschriften werden korrigiert, ebenso die Bild- und Tabellenunterschriften. Letztere werden an die richtige Stelle gerückt, genau so, wie das jeweilige Bild oder die Tabelle selbst.

Der Korrektor achtet zudem auf die richtige Nummerierung der Bilder, Tabellen, Grafiken und Überschriften im Text.


Die Arbeit eines Korrektors geht nicht soweit, wie die eines Lektors.

So übernimmt er, wie gesagt, nicht die inhaltliche Kontrolle eines Textes, er begleitet den Autor auch nicht bis hin zur Veröffentlichung.

Er ist aber dennoch wichtig, wenn zum Beispiel ein Manuskript an einen Verlag gegeben werden soll. Wichtig für den Korrektor ist, dass er, wenn er Vorlagen wissenschaftlicher Fachtexte korrigieren soll, sich auf dem Fachgebiet auch auskennt und die entsprechenden Fachtermini kennt.

Ansonsten würde er bei jedem zweiten Wort mit dem Wörterbuch dasitzen müssen und es nachschlagen. Dann könnte nicht eben von qualitativ hochwertiger Arbeit gesprochen werden.

In Korrektoraten mit mehreren Mitarbeitern kann es aber sein, dass jemand die reine Korrekturen durchführt und ein anderer Mitarbeiter für das Kontrollieren der Fachbegriffe zuständig ist.